Filmbeitrag beim SWR in der "Landesschau aktuell"

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Wieso kann es kein Stretching geben?

Die Skelettmuskulatur liegt gut geschützt in einer elastischen Bindegewebshülle. Wird "gedehnt", wirkt sich die Dehnung nicht automatisch auf die Mikrostruktur des Muskels aus. Beim Stretching kann der Muskel wegen der Muskelhülle nicht in die Länge gezogen werden. Die passiven Strukturen lassen biophysikalisch gar kein Stretching zu!





 

 

 

 

 

 


Innovation: Beweglichkeitstraining mit dem PI-Effekt

Die kleinste funktionelle Einheit, die es in der Trainingslehre systemisch zu untersuchen gilt, nennt man Arthron. Es ist das Zusammenwirken von Zentralnervensystem, Muskulatur und den zugehörigen Gelenken. 

 

Das Beweglichkeitstraining mit dem PI-Effekt reduziert die Verletzungsgefahr, weil intramuskulär (Mikro-) Verspannungen gelöst werden. Zudem wird die sportliche Leistungsfähigkeit gesteigert.


Beim Training, während der Prozesse der Entspannung oder Kraftaufbringung, ist die physiologische Funktionseinheit nicht die einzelne Muskelfaser, sondern die motorische Einheit, also alle von einem Nerv innovierten Muskelfasern. Der PI-Effekt verbessert das intra- und intermuskuläre Zusammenspiel, weil mehr motorische Einheiten beim Steuerungsprozess einbezogen werden. Dank dieser Technik ist es möglich, Blockaden zu lösen und dadurch Muskelverletzungen zu vermeiden. Das Titinfilament ist ein zentrales Protein der Muskelzelle. Es ist an der Kontraktion und Entspannung beteiligt. Weil es beim traditionellen Stretching der vergangenen Jahre nicht berücksichtigt wurde, verwundert es auch nicht, dass viele Aussagen über das Stretching keinesfalls stimmen können.

 

Ist Stretching gefährlich?

 

Die Südwestpresse schrieb in einer Überschrift "Anrich kritisiert Stretching". Eigentlich unsinnig, denn wie will man etwas kritisieren, das es gar nicht gibt?

Viele Aussagen zum Thema Stretching beruhten in der Vergangenheit auf Vermutungen und nicht auf soliden sportwissenschaftlichen Grundlagen.  Teilweise hörte man über das Stretching heftige Kritik. Nicht wenige forderten aus unterschiedlichen Motiven zum völligen Verzicht von Stretchingübungen vor dem Sporttreiben auf.

 

Wenn behauptet wird, Stretching ziehe den Muskel (gefährlich weit) auseinander oder der Muskeltonus wird durch Stretching nachteilig reduziert und deswegen dürfe man vor dem Sport nicht stretchen, scheint diese Meinung logisch zu sein. Doch betrachtet man moderne wissenschaftliche Forschungsergebnisse, lässt sich nachweisen, diese Trainingstipps sind nicht seriös begründet - die Behauptungen sind falsch.

 

Sind intensive Stretchingübungen für den Muskel selbst problematisch?

 

Führt ein Sportler "Stretchingübungen" aus, trifft der Dehnreiz auf die Sehne und auf die Muskelbinde (Faszie, Membrane, Bindegewebsplatten). Das den Muskel umgebende Bindegewebe besteht aus äußerst stabilen, zugfesten Gewebeschichten. Bevor man also die filamentäre Struktur des Muskels verändern kann, also die Muskelbausteine Aktin und Myosin bei vermuteten Dehnvorgängen auseinanderziehen kann, muss man folglich die schützende Hülle außer Kraft setzen. Daher begründet sich die Aussage, man schädigt eher den labilen Übergang des Muskels in die Sehne oder man schädigt die Sehne in der knöchernen Verankerung (den Übergang Sehne in den Knochen), bevor man die Muskulatur tatsächlich dehnet ( den Muskel in die Länge zieht).

 

Wenig hilfreich sind Tipps: Alle "Dehn"übungen vor dem Sporttreiben weglassen!

 

Es ist aber nicht egal, wie man Sportler trainiert und sie auf den Wettkampf vorbereitet. Daher sind Trainer nicht nur für Inhalte und Methoden verantwortlich, die sie tun, sondern auch für die, welche sie unterlassen. Der Trainer entscheidet durch seinen Trainingsaufbau darüber mit, ob der Sportler sich weiter entwickelt oder ob im schlimmsten Fall Verletzungen provoziert werden.

 

Manchmal haben Sportler gar keine Chance - sie müssen sich verletzen. Werden muskuläre Verspannungen vor intensiven Belastungen mit Hilfe des PI-Effekts nicht gelöst, ist es manchmal nur eine Frage der Zeit, bis sie sich verletzen! 

 

Das Training mit dem Beweglichkeitstraining mit dem PI-Effekt ist vor dem Sport sinnvoll und notwendig!

 

Keine andere Trainingsmethode schützt vergleichbar effizient präventiv gegen Muskelverletzungen, wie das Beweglichkeitstraining mit dem PI-Effekt. Auch die Befürchtungen, dass sich schnellkräftige Aktionen durch das Beweglichkeitstraining negativ verändern, haben sich bei der Trainingsmethodik mit dem PI-Effekt nicht bestätigt - im Gegenteil. Wenn man durch den PI-Effekt zum einen die inter- und intramuskuläre Koordination verbessert und zum anderen muskuläre Verspannungen löst, drohen beim Sport keine Verletzungsrisiken mehr. Ein Muskel, der in keinem Bereich verspannt ist, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verletzen! Außerdem können die nachfolgendensportlichen Aktivitäten optimal abgerufen werden, weshalb die sportliche Leistungsfähigkeit steigt. Untersuchungen zur Ausdauer sowie Schnelligkeit wurden durchgeführt und haben zu verblüffenden Leistungssteigerungen geführt.

 

Selbstverständlich stelle ich Ihnen die Zusammenhänge des modernen Beweglichkeitstrainings - wenn Sie wünschen mit Leistungstests vor Ort! - in Theorie und Praxis dar. Nachfragen oder Anfragen für eine Fortbildung  direkt an Christoph Anrich, über den Link "Kontakt", richten. Über diesen Weg teile ich Ihnen gerne auch Literaturhinweise und aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse mit. Natürlich freue ich mich, wenn Sie mir ergänzende Hinweise zukommen lassen.




Literaturtipps:
Anrich, C.: Fußball, Leistung steigern - Verletzungen vermeiden, Rowohlt, Reinbek 2002.
Anrich, C.: Supertrainer Stretching und Beweglichkeit, Rowohlt, Reinbek, 2003.




Supertrainer Volleyball
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