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Ärzte-Zentrum auf Jäckle-Areal geplant


Südkurier 11.01.12


Auf diesen Nenner bringen manche die Entwicklung an der Neckarstraße. Statt des High-Tech-Atriums (HTA) soll im Bereich des großen Parkplatzes ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), entstehen.

 

Auf diesen Nenner bringen manche die Entwicklung an der Neckarstraße. Statt des High-Tech-Atriums (HTA) soll im Bereich des großen Parkplatzes ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), entstehen. Baubeginn ist noch in diesem Jahr. Die Überlegungen ein großes Medizinisches Versorgungszentrum in Schwenningen zu bauen, sind nicht neu. Probleme gab es bislang lediglich mit dem geeigneten Standort. Die Suche wurde zu einer kleinen Odyssee durch die Stadt.

Ursprünglich sollte das Versorgungszentrum im Steinelgebäude in der Winkelstraße entstehen. Das Unternehmen selbst will ins Industriegebiet Ost umziehen, sah sich aber nicht in der Lage, dies in der von den Machern des Ärztezentrum gewünschten Geschwindigkeit zu tun. Will heißen: Das MVZ hätte nach deren Auffassung zu spät realisiert werden können. In der Zwischenzeit gibt es für das Steinel-Areal ohnehin andere Pläne. Die Gebäude sind als ein möglicher Standort für die Zentralisierung der Verwaltung der Stadt Villingen-Schwenningen im Gespräch.

Dann geriet das Areal Rössle mit dem Sternenparkplatz ins Visier der Macher. Doch auch daraus wurde nichts. Der Grund ist im Prinzip für die Planer ein positiver. Das Interesse an einem Engagement in dem künftigen MVZ war bei Ärzten und sonstigen Unternehmen aus dem Gesundheitswesen so groß, dass plötzlich der Platz zu klein wurde. Dann kam dem künftigen MVZ die berühmte Pleite mit dem High-Tech-Atrium zur Hilfe. Das einmal als wirtschaftlicher Leuchtturm für die Region angekündigte Projekt scheiterte, wobei sich Land und Stadt gegenseitig die Schuld dafür in die Schuhe schoben.

 

Doch jetzt winkt dem Areal rund um den Parkplatz in der Neckarstraße eine neue Zukunft. Nun soll dort das Medizinische Versorgungszentrum gebaut werden. Und zwar so, dass auch der für einen späteren Zeitraum geplante Beethovenhaus-Ersatz auf dem Areal noch Platz finden würde. Die Zeitpläne für die Realisierung des Projekts sind ambitioniert. Motor vor Ort und der Ideengeber des Projektes ist der in Schwenningen ansässige Allgemeinmediziner Michael Wagner. Einer der weiteren Investoren und architektonischer Planer ist die Firma Krüger Consult in Burgwedel bei Hannover, die in der Vergangenheit bereits zahlreiche Großprojekte verwirklicht hat.

 

Sowohl Wagner als auch Consult-Chef Günter Krüger sind zutiefst von dem Projekt überzeugt und glauben fest an dessen Realisierung. Die Zustimmung des Gemeinderates vorausgesetzt, soll bereit in den nächsten Wochen der Grundstückskauf zwischen Stadt und dem Investor abgewickelt werden. Bereits nach der Sommerpause soll mit dem Bau des Objektes begonnen werden. Die Nachfrage von Interessenten, die ins neue MVZ einziehen wollen – ähnliche Einrichtungen wurden bereits in anderen Städten erfolgreich verwirklicht – ist riesig, sodass der wirtschaftliche Erfolg der rund 15 Millionen Euro teuren Investition gesichert sein dürfte. Geplant ist ein mehrstöckiges Gebäude, in dem zahlreiche Fach- und Allgemeinmediziner ihre Heimat finden sollen. Größenordnung: rund 7000 Quadratmeter.

Dabei sollen in Schwenningen auch völlig neue Wege gegangen werden. Hier soll nicht nur auf die Behandlung von Patienten Wert gelegt werden. Nein, ein besonders großer Stellenwert soll auch der Gesunderhaltung, der Prävention, eingeräumt werden. Besonders freut sich Wagner auch darüber, dass hier auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmeter europaweit das erste „Kompetenzzentrum für sinnorientierte Bewegung“ angesiedelt werden soll. Verwirklicht werden soll das Projekt von Christoph Anrich, der sich mit seinem vielfältigen Engagement im Spitzen-, Breiten- und Schulsport und im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention einen hervorragenden Ruf im Ländle geschaffen hat. Wagner: „Eine Sache, mit der wir sicher sehr viel bewegen werden.“

 

Das künftige Gesamtangebot ist laut Wagner auch als eine Reaktion auf die ambulante Versorgung am Schwarzwald-Baar-Klinikum zu sehen. Im neuen MVZ sieht man in dem Projekt eine alternative Einrichtung, „die den Menschen dieser Stadt zugute kommt.“ Im Prinzip sind medizinische Versorgungszentren fachübergreifende, ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen Ärzte als Vertragsärzte oder als Angestellte tätig sind. Sie bieten eine fachübergreifende ambulante Versorgung aus einer Hand und unter einem Dach an. Oberbürgermeister Rupert Kubon betonte auf Anfrage, dass die Verwaltung den Bau des Medizinischen Versorgungszentrum überaus positiv sehe.

 

 




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